Vertragsverhandlungen

Allgemeines

Vertragsverhandlungen werden durch Stellenangebote in Gang gesetzt. Die Aufnahme von Vertragsverhandlungen stellt kein Vertragsverhältnis dar, dennoch haben die Parteien bestimmte Obliegenheiten zu beachten. Zu erwähnen ist folgendes:

Gleichstellung von Mann und Frau

Gemäss GlG 3 Abs. 2 sind sowohl direkt, wie auch indirekt diskriminierende Anstellungsvoraussetzungen untersagt.

Handeln nach Treu und Glauben

Dieser Grundsatz bedeutet, dass sich die Parteien nicht täuschend verhalten dürfen und das auf die Interessen des Partners Rücksicht zu nehmen ist. Folgende Pflichten des Stellenbewerbers stehen dabei im Zentrum:

Auskunfts- und Wahrheitspflicht

Der Bewerber hat die vom Arbeitgeber gestellten Fragen zu beantworten und zwar vollständig und wahrheitsgemäss.

Offenbarungspflicht

Bestimmte Tatsachen hat der Bewerber von sich aus mitzuteilen. Darunter fallen alle Tatsachen, welche ihn für die Stelle als ungeeignet erscheinen lassen:

  • physische Probleme
  • psychische Probleme
  • Fehlen der nötigen Ausbildung

Datenschutz

Der Arbeitgeber hat die Daten eines Stellenbewerbers zu schützen. Die Befragung des Arbeitnehmers fällt somit unter den Anwendungsbereich des Datenschutzgesetzes (DSG). Dasselbe gilt für Referenzanfragen. Diese müssen sich zudem auf eine Einwilligung des Bewerbers stützen.

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